Samstag, 31. Oktober 2015

Journalismus, was er ist, war und sein sollte

Hanns Joachim Friedrichs
In diesem Jahr wiederholte sich der Todestag von Hanns Joachim Friedrichs zum 20. Mal. Dieser Journalist, der heute fast vergessen scheint und dessen ihm huldigender Preis gerne an Menschen vergeben wird, die seine Lehren ignorieren, sagte wichtige Sätze zur Haltung der Presse. Journalisten sollten sich "nie gemein machen" mit einer Sache "selbst mit einer Guten". Nur so würde man das Vertrauen der Leser behalten.
Und das ist in der Tat so. Wenn ich mir unsere heutigen Zeitungen so ansehe, so erinnern die meisten Artikel doch vielmehr an Meinungsäußerungen als an Berichterstattung. Das beginnt meist bereits in den gewählten Titeln. Je nachdem wer beteiligt ist oder um welche Sache es geht, werden die Worte gewählt, statt sie möglichst wertneutral zu halten.
Man achte einmal darauf, wo "Prügeleien" stattfinden, und wo "totgeschlagen" wird. Wo es sich um eine "Schießerei" handelt und wo "Schüsse auf XY abgegeben werden". Wann werden Worte wie "Einzelfall" betont und wann wird pauschalisiert mit "Die Deutschen / Israelis / Ossis" und Verantwortung ausweitet bis ins Absurde.

Ziemlich aktuell ist dabei das Beispiel der Pegida und AfD Auseinandersetzung. Mehrere Politiker, wie Katrin Göring-Eckardt oder unser derzeitiger Justizminister haben beiden Gruppen vorgeworfen, für die Brandanschläge auf (zukünftige wie bereits genutzte) Flüchtlingsheime und den Mordanschlag auf die neue Kölner Oberbürgermeisterin verantwortlich zu sein.
Ein solcher Vorwurf ist noch nie in Richtung von Parteien oder Staatsorganen oder Vereinen gemacht worden, welche bspw. die AntiFa unterstützen, die ihrerseits bereits vielfach leichte und schwere Körperverletzung, z.T. mit Tötungsabsicht, und diverse direkte Mordversuche auf ihrem Konto hat. Allein in den letzten beiden Jahren gab es rund ein dutzend mir bekannter Attacken auf Politiker der AfD, ProNRW und Besucher von Demonstrationen wie Pegida oder HogeSa. So wurde u.a. ein 85jähriger erst vor ca. zwei Wochen schwer am Kopf verletzt, als er auf einer AfD Veranstaltung von einem Gegendemonstranten angegriffen wurde. Ein Teilnehmer der Pegida-jahrestag-Versammlung wurde schwer verletzt mindestens eine Radiostation in Berlin behauptete dann rotzfrech, der Verletzte sei in Wirklichkeit ein Gegendemonstrant gewesen, der von Pegida-Anhängern angegriffen wurde.

Jedes Jahr am 1. Mai, und das seit mittlerweile Jahrzehnten, befinden sich ganze Stadtviertel in Aufruhr. Hunderte Polizisten werden Jahr für Jahr verletzt, viele davon schwer. Das die dazu führenden Veranstaltungen zwar im Auge der Betrachter aber kaum personell getrennt werden, verdankt die Gesellschaft den Medien und Politikern. Vielleicht kennt der ein oder andere den Fall Katharina König, die thüringische Landtagsabgeordnete der Die Linke, welche in einem mittlereile nicht mehr online stehenden Beitrag des ZDF zu sehen ist, wie sie bei einer Versammlung der sächsischen Parteivertretung den gewaltätigen und extremistischen "Schwarzen Block" als wichtigen Teil linker Protestkultur darstellt, der es ermögliche "Polizeiketten zu durchfließen". Gemeint ist natürlich, dass diese Leute Polizisten, die eine Absperrung aufrecht erhalten angreifen, damit andere Teilnehmer unrechtmäßig und entgegen polizeilicher Anweisung  durch können. Das geht sogar so weit, dass bis auf damalige Links auf einem doch recht weit rechts aufgestellten, mittlerweile sehr großem Blog und einigen Kommentaren unter Nachrichten über diese Dame von dieser Story nichts mehr im Netz zu finden ist.

Oder auch die religiöse Debatte. Seit vielen Jahren müssen wir es am Karfreitag ertragen, dass Gegner des Ruhegebotes vor Kirchen und Kathedralen, wie dem Kölner Dom, "abfeiern"- aus Protest, dass sie nicht feiern dürften. Die Polizei ist meist gar nicht erst präsent - was nicht selten zur Einschränkung der Religionsfreiheit geführt hat - freilich ohne größere Reaktion der Justiz, Medienwelt oder Politik. Anders als bei Zeichnungen zeigenden Demos vor Moscheen. Das da die Piratenpartei dieses Jahr unter dem Motto "Zum Teufel mit dem Tanzverbot" eigentlich mindestens gleichwertig provozierte - gleichgültig.

Ich könnte vermutlich beliebig viele Themen bearbeiten, ob Ukraine-Krieg, Syrien, Flüchtlingskrise oder TTIP - guten Journalismus, der sich bemüht neutral und ausgewogen zu berichten, ohne zu kommentieren, den findet man heutzutage fast gar nicht mehr. Ich erinnere mich an TV Nachrichten aus meiner Kindheit, in welchen in wenigen Minuten ein Ereignis nach dem anderen vorgestellt wurde - und zwar durch schlichte Darstellung des bestätigten Geschehenen. Heute wird sofort und ausführlich durchgekaut, was die Redakteure für interessant und wichtig erachten - entweder mit den bereits zur Verfügung stehenden und meist unbestätigten Informationen oder mit einer handverlesenen Auswahl der bestätigten. Und wenn das Bild erstmal gesendet wurde, dann lässt es sich kaum revidieren.
Trayvon mit 14
Trayvon, eine der letzten Aufnahmen
Ein paar Beispiele: Trayvon Martin, der junge Afroamerikaner George Zimmermann erschossen wurde, fand sich auf Photos und Plakaten die direkt nach der Veröffentlichung des Ereignisses als 14jähriger wieder. Zur Tatzeit war er 17. Zum Tatzeitpunkt befand sich Diebesgut in seinem Schulspind und er hatte an mehreren Strassenkämpfen teilgenommen, Zimmerman beschimpft und bedroht. Da unsere Nachrichten allerdings von Anfang an auf die "unschuldiger, unbewaffneter, schwarzer Teenager von weißem Waffenbesitzer erschossen" Story setzten, erhielten wir in Deutschland derartige Informationen gar nicht oder nur an nachgerückter Stelle. Die US Presse hat da immerhin einige kleinere Konkurrenten zu bieten. Auch der Rest der Vorgänge, die Zimmermann glaubhaft und für eine Grand Jury, die ermittelnden Beamten und die Staatsanwältin nachvollziehbar wiedergab, ist bei uns mehr lückenhaft als zusammenhängend angekommen.
der von
Das Spiel wiederholte sichim berühmten Fall des "gentle giant" Michael Brown. Hier war die Berichterstattung in den USA wie bei uns derart unvollständig, dass wir zuerst über eine Hinrichtung eines unbewaffneten schwarzen Teenagers erfuhren. Immerhin noch im "Zeugen berichteten" wurde meist angehangen, der Junge sei mit erhobenen Händen und von hinten  erschossen worden.
Einmal berichtet bleibt solch ein Bild.
Wie sich in den folgenden Tagen herausstellte, war der "Teenager" knapp 1,93 groß, wog 132 kg und hatte nur wenige Minuten zuvor einen Laden beraubt und den Besitzer bedroht. Der Polizist hatte ihn aber wegen seines Verhaltens angehalten und wurde noch im Streifenwagen sitzend von Brown angegriffen -worauf es zu den ersten Schüssen kam. Auch die Raptexte des Jungen erinnerten mehr an ein Gangmitglied einer berüchtigten Bande als einen liebevollen Riesen. Aber da war es schon zu spät - drüben wie bei uns, in den USA allerdings mit dramatischeren Folgen.
In beiden Fällen wird "unbewaffnet" als Synonym für "ungefährlich" verwendet - was natürlich nicht stimmt.
Hier in Europa ist ähnliches beim Terroristen Breivik zu vermelden. Als dieser in Norwegen die sozialistische Regierung und deren Jugendlager angriff, wurde er durch die Polizei zuerst zu einem christlichen "Fundamentalisten" erklärt. Zwar analysierten kurz darauf einige Zeitungen dies, andere aber übernahmen es ungeprüft und bis heute schwirrt der Begriff durch die Gegend. Wie die FAZ zwar richtig feststellt, bemüht Breivik zwar "kaum" die Bibel - aber sie vermisst zu erwähnen, dass er in seinem Pamphlet auch gesteht weder Gebet noch Kirchenbesuch seit seiner Jugend praktiziert zu haben. Weder Rechtfertigung, Grundlage noch Hintergrund der Tat sind also christlich - lediglich einige seiner historischen Bezüge - zu denen aber auch islamische und nationalistische gehören. Niemand kommt auf den Gedanken ihn deswegen Islamist zu nennen.
Aber die Zeit nutzt die "Gunst" der Stunde um Saskia Wendel zu Wort kommen zu lassen - und diese erklärt ausführlich, warum Breiviks erkannte oder angebliche Positionen zu bestimmten Themen wie Frauenordination ihn zwangsläufig zu einem katholischen Fundamentalisten machen. Später setzt sie nochmal nach mit der schmissigen Überschrift "Al Quaida für Christen". Zu Wendels Einlassungen hat Matthias Matussek übrigens eine sehr passende Antwort geschrieben.

Und egal wie gut die Argumente, wie eindeutig die Fakten sind, die nach einer Erstberichterstattung kommen - das Bild ist gezeichnet, der geworfene Schmutz haftet an. Selbst wenn am Ende alles ganz anders war als dargestellt - in Erinnerung bleibt doch, was zuerst behauptet wurde.

Es wäre für die Presse, die Bevölkerung und den sozialen Frieden wirklich wichtig, wenn die Medien sich ihrer Verantwortung und der Bürde dieser Verantwortung bewusst würden. Sie ist nicht leicht zu ertragen. Umso trauriger, dass es heute kaum einer versucht.







Donnerstag, 22. Oktober 2015

Christliches Martyrium

Nun ist das Ereignis, nein, sind die Opfer des Ereignisses bereits wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. In Oregon fand Anfang des Monats eine Massenhinrichtung statt.
Worte spiegeln die Haltung des Schreibers wieder, darum ist es mir wichtig von einer Massenhinrichtung zu schreiben und nicht von einer "Schießerei".
Ein junger Mann betrat das Umpqua Community College nahe Roseburg in Oregon und erschoss dort 9 Menschen, verwundete acht weitere und tötete schließlich sich selbst, nachdem er bei der folgenden Schießerei mit der Polizei verwundet wurde.

Es handelte sich um eine Hinrichtung. Der Täter kannte den Ort, er studierte selbst dort. Er wusste, dass es eine sogenannte "gun free zone" war, also kein einziger anderer Student oder Lehrer dort bewaffnet sein würde. Vermutlich war ihm auch bekannt, dass es eine einzige Wache gab und diese ebenfalls unbewaffnet sein musste, nachdem die Campusleitung dies ein Jahr zuvor beschlossen hatte. Es juckt mich in den Fingern nun wieder einen Beitrag über die fehlgeleitete und -motivierte Waffendebatte zu schreiben, aber eigentlich geht es um Wichtigeres.
Augenzeugen und Überlebenden zufolge betrat der Mörder ein Klassenzimmer, zwang die Anwesenden mit einer Ausnahme sich in der Mitte des Raumes zu versammeln, sich hinzulegen und einzeln aufgerufen wieder aufzustehen. Die ersten beiden Opfer fragte er nach seiner Religion.
Spätestens bei dieser Frage sollte jeder Gläubige, jeder Vertreter des säkularen Staates und jeder Vertreter der Religionsfreiheit aufhorchen.

Zahllose Märtyrer unserer Tage

 Wir sind solche Szenen gewohnt. Aus Syrien, aus dem Irak, aus Nigeria. Dort sind es islamische Terroristen und Radikale, die ihre Opfer nach ihrem Glauben fragen und sie mitunter zum konvertieren zwingen wollen, oft eine bestimmte Steuer erpressen aber sie zumeist dann umbringen. Oft möglichst grausam und langsam.
Die Christen unter ihnen werden regelrecht vorgeführt. Videos von entführten Kopten oder Assyrern die in orangenen Overalls in der Wüste oder an einem Strand aufgereiht vor ihren Henkern knien, das Gesicht meist von Verzweiflung, Angst oder Fatalismus gezeichnet sind verbreitet und werden regelmäßig durch neue ersetzt. Die westliche Welt reagierte eine Zeit lang entsetzt und nimmt sie nun kaum noch wahr. Von Anfang an haben die Medien heruntergespielt, was dort geschah. Die Täter wurden zu Ausnahmeerscheinungen erklärt die ohne jegliche Unterstützung in der Bevölkerung der gewaltsam eroberten Gebiete zuschlug. Niemand stellte die Frage, woher die ortsfremden Terroristen wussten, an welche Türen sie das Ny-Zeichen, das arabische N für Nazarener, malen konnten und die klagen von christlichen Flüchtlingen von ihren Nachbarn und Kollegen verraten worden zu sein fanden ebensowenig Platz, wie die fortgesetzte Verfolgung in unseren Asylheimen und Kirchen.

Der Anschlag vom Anfang des Jahres auf Charlie Hebdo hatte da mehr Niederschlag - aber auch hier ist die religiöse Note, die aufgrund ihrer Religion hingerichteten Menschen den Journalisten Europas keine eingehende Betrachtung und Klage wert gewesen - viel eher ging es um die Absolution für die Religion der Täter. Denn es war nicht nur die Zeitungsredaktion, sondern auch ein jüdischer, koscherer Supermarkt, der zum Ziel wurde und in ihm Menschen jüdischen Glaubens. Aufgrund der Beziehung zwischen beiden Anschlägen konnte diesmal nichtmal relativierend auf Israel gezeigt werden, wie es noch im Fall von Mohammed Merah bspw. durch die EU Vertreterin Ashton geschah.
Der in Europa an Kraft gewinnende Hass auf Juden vor allem durch Muslime (sich wiederspiegelnd in den Anschlägen von 2012, den Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel, den Supermarkt in Paris und zahllosen Angriffen und Zerstörungen quer durch Europa) sollte längst zu einem Aufschrei und drastischen Maßnahmen geführt haben - aber auch das ist ein anderes Thema.

Päpste in Anerkennung

Beide katholischen Päpste haben im Amt auf die Bedeutung und die heute wieder stark wachsende
Zahl der Märtyer für die Christenheit und die katholische Kirche im besonderen verwiesen.
Unser Heiliger Vater Benedikt trug die roten Schuhe, rot als Farbe des Blutes der Märtyrer, in welchem die Kirche entstand. Der Heilige Vater Franziskus hat allein in diesem Jahr mehrfach auf die enorme Zahl an neuen Märtyrern verweisen.


Christliche Märtyrer, ermordet in säkularen oder christlichen Staaten

Aber im Fall von Oregon ist es keine Schlussfolgerung, kein Hinweis aus Aufzeichnungen oder der Wahl der Opfer - es ist all dies zusätzlich zu klaren Aussagen des Täters, berichtet durch eine Reihe von Zeugen und Opfern.
Er fragte die beiden ersten Opfer nach ihrem Glauben, bevor er sie gezielt tötete. Beide bekannten sich angesichts der auf sie gerichteten Schusswaffe zu ihrem christlichen Glauben. Man könnte nun darauf verweisen, dass viele seiner darauf folgenden Opfer nicht dieser Befragung unterworfen wurden. Allerdings verzichtete er auch auf tödliche Schüsse. So ist der Held desVorfalles, ein 30jähriger Armeeveteran, der unbewaffnet anderen zur Flucht verhalf und versuchte den Täter zu stoppen, von diesem mit mindestens fünf erfolgten Treffern niedergeschossen worden. Als er jedoch verletzt vor dem Täter lag verzichtete dieser auf einen tödlichen Finalschuss, wie ihn seine christlichen Opfer eben erhielten.
Dieses Drama spielte sich zudem innerhalb weniger Minuten ab. Die ersten Schüsse wurden nur 6 Minuten vor dem Eintreffen der Polizei und 8 Minuten vor dem Tod des Schützen abgegeben.
Also wurden Christen in den USA gezielt zu Opfern gemacht, ermordet aufgrund ihres Glaubens durch jemanden, der sich von Religion öffentlich distanziert hat.
Eine Reaktion auf dieses Detail, irgendeine, blieb bislang aus. Obama und die Wahlkämpfenden Parteiführer diskutieren lieber die Waffengesetze und brüsten sich damit, dieses Ereignis vorhergesagt zu haben.

 Warum die Rede von Märtyrern?
St. Stephanus, der erste Märtyrer

Das zweite Opfer, welches gerade gesehen hatte, welche Folge das Bekenntnis hatte, gab sich trotzdem als Katholik zu erkennen. Er dürfte gewusst haben, was folgen würde. Das ist der Kern des Martyriums. Für seinen Glauben, für Gott und Jesus und die Kirche einstehen, egal was einen erwartet. Und so leicht sich diese Worte schreiben und von vielen als Fanatismus ablehnen lassen, so schwer ist dies.
Kirchenfenster aus der Vendee
Wenn wir in Deutschland von Märtyrern sprechen, dann meinen wir meist die Urgemeinde, die Christen, welche in Rom verfolgt und hingerichtet wurden. Oft zur Belustigung des Volkes in dramatischen Schauspielen. Doch die Verfolgung gläubiger Christen und insbesondere der Katholiken zieht sich weltweit durch die Jahrhunderte. Einige der "jüngeren" Beispiele sind die Vertreibung der Christen aus Japan ab dem frühen 17. Jh., die Niederschlagung der Royalisten und Gläubigen in der Vendee während der französischen Revolution oder die Verfolgung der Katholiken in Mexiko während des Guerra Cristera zwischen 1926 und 1929. Märtyrer wie José Sánchez del Río sollten heute viel stärker ins Bewusststein der katholischen Gemeinde gebracht werden um dem verbreiteten Geschichtsverständnis zu begegnen. Wer gelesen hat, mit welchen Mitteln man diesen 14jährigen Jungen dazu bringen wollte, seinen Glauben zu verraten und wie er dies alles ertrug, sollte bestimmte Narrative der säkularen Gesellschaft in Frage stellen.

Wer ist ein Märtyrer? 

Vor einigen Wochen hat sich Dorothea auf ihrem Blog mit der Atombombe von Nagasaki und den dabei ebenfalls getöteten Christen auseinander gesetzt und in den Kommentaren wurde besprochen, was den Märtyrer zu eben diesem macht.
Für mich gibt es da klare Antwort - nur eben mehrteilig. Eindeutig ein Märtyrer ist, wer mittels Folter und Todesdrohung gezwungen werden soll, seinem Glauben abzuschwören und es nicht tut.
Ein Märtyrer ist auch, wer für seinen Glauben in den Tod geht. Wobei hier eine jahrhundertealte Diskussion besteht, ob dies auch gilt, wenn man den Tod sucht, also sein Leben regelrecht wegwirft. Letzteres bezweifle ich. 
Als "Märtyrer des Herzens" möchte ich jene bezeichnen, die den Tod während des Praktizierens fanden, ohne das sie sich der Gefahr (im speziellen oder im allgemeinen) bewusst waren. Soll heißen, es sind zwar keine Märtyrer, aber ihnen einen besonderen Platz in den Herzen einzuräumen fühlt sich richtig an.
So beantworte ich die Frage nach den Christen in Nagasaki. Um sie tobte der Krieg, einen sicheren Ort in Japan gab es nicht mehr. So ist ihr Tod nicht durch ihren Glauben begründet, sondern durch ihre Nationalität, den Krieg und wie dieser geführt wurde. Trotzdem begegne ich jenen Menschen, die in solch einer Situation den Glauben nicht verlieren mit höchstem Respekt und Bewunderung.


Ich weiß nicht, ob mein Glaube so stark ist. Ich bezweifle, dass ich zum Märtyrer taugen würde - viel eher würde ich wohl das Hahnenerlebnis des Petrus teilen. 
In diesem Sinn trotzdem ein 

Viva Cristo Rey!

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Christentum - wie gewinnt Gut gegen Böse?

Dieser Tage beherrscht die Frage nach dem "Richtigen" unser Denken und die Nachrichten. Zahllose katholische, evangelische wie weltliche Blogger stellen oder beantworten die Frage, was christliche, was menschliche Pflicht ist in Situationen wie der laufenden Völkerwanderung, dem Griechenlanddebakel oder den Kriegen in Syrien, Irak und Afghanistan und Amokläufen wie jenen von Oregon.
Viel profaner ist da der Ansatz, den ich mir heute von der Seele schreiben möchte, und der doch die dahinter stehende Frage enthält.
Zu meinem Freundeskreis gehören einige junge Menschen, die sich zwar als katholisch identifizieren, dabei aber wohl zu jenem großen Kreis gehören, der kaum mehr als grobe Grundzüge der Lehre hinter dem Namen kennt. Der Katechismus, soviel weiß ich bereits, wurde von keinem von ihnen gelesen und die brennenden "Grundfragen" unserer Tage wie etwa die Zusammensetzung und Bedeutung der Familie beantworten sie entsprechend der Medienmeinung. Die Kirche nehmen sie als verknöcherte Instutition verbitterter alter Männer wahr, die weltfremd vor sich hin schwurbeln. Obwohl, den Franziskus, der ist ziemlich locker, den mögen sie. Schon wegen seines frechen Lächelns.
Als Laie habe ich weder die Befähigung noch die Aufgabe hier etwas zu lehren, auch wenn wir hin und wieder in Diskussionen auf das ein oder andere zu sprechen kommen. Meist aber bleibt es bei dieser Ausgangssituation, und wir verbringen einfach etwas Zeit miteinander. Und so kam es, dass wir einen Film sahen, in welchem es um eine Gruppe westlicher Soldaten ging, die in einem sehr fremden Land eingesetzt waren und dort sogenannte humanitäre Hilfe unterstützen sollten. Dabei gerieten sie in ein längeres Gefecht, verloren erst Material und schließlich Männer und ganz am Ende jede Motivation den Menschen dort zu helfen - immerhin waren sie von tausenden angegriffen worden, selbst von Frauen und Kindern, auf die sie unmittelbar zuvor sich geweigert hatten zu schießen.
Es waren diese Filmszenen, basierend auf den Berichten der überlebenden Soldaten und Augenzeugen, welche die Frage aufwarfen, wie "die Guten" jemals "die Bösen" besiegen sollen. So spezifisch der Vorfall war (und so weit er schon zurück liegt), so gültig ist das Gezeigte geblieben. Wir, die wir uns Ethik, Moral und / oder religiösen Regeln unterwerfen, kämpfen gegen Menschen, die jede Menschlichkeit vermissen lassen. Die zwar in einem Moment charmant, zerbrechlich und schützenswert wirken, im Nächsten aber nach dem Leben derer trachten, die sie gerade verschonten oder ihnen helfen wollten.
Afghanistanveteranen können davon ein Lied singen. Freundliche Menschen, die ihnen lachend die Hand schütteln um später mit einem Scharfschützengewehr aus einem alten Gebäude auf eine Patrouille zu schießen oder Soldaten, die plötzlich ihre westlichen Ausbilder ins Visier nehmen.
Wie können wir solch einen Kampf gewinnen, in welchem wir immer das Beste hoffen und uns edel, vorbildlich und zurückhaltend geben während die andere Seite keine Gelegenheit verstreichen läßt, jemanden von uns zu töten, zu entführen oder allgemein zu schaden?
Krieg ist kein Ort des Zögerns und Zürckhaltens, ein Schlachtfeld kein Ort, auf dem Feinde durch Mildtätigkeit sofort zu Freunden werden.
Die Frustration hinter diesen Feststellungen teile ich. Die einzige Antwort, die mir einfiel war aber genau diese:
Durch die christliche Haltung der Nächsten- und Feindesliebe, der Vergebung und der Bereitschaft die Hand auszustrecken und zu helfen, dem Unwillen Leben zu nehmen, selbst wenn es leicht und rechtlich unbedenklich wäre - das kann dazu führen, dass aus Feinden Verbündete werden, sie zu uns wechseln und der Kampf so leichter und wesentlich kürzer wird.
Zumindest aber sind die Prinzipien unserer Gemeinschaft etwas, dass unsere Soldaten stärkt. Wir verlassen uns aufeinander, wir lassen keinen Kameraden zurück. Vor der Erfüllung irgendwelcher Ziele steht der Gedanke an die Menschen in den Uniformen, die nicht (mehr) sinnlos verheizt werden (sollten).
Leider wußte ich in dem Moment, als ich es aussprach, auf welch tönernen Füßen dies steht. Die Realität sieht anders aus. Selbst Menschen, die zu uns fliehen, hier Obdach, Nahrung, bedingte Sicherheit, Geld und Fortbildung finden wenden sich oft gegen uns und sind noch öfter nicht bereit, unsere Art anzunehmen. Wie viel stärker ist da die Ablehnung in Kriegsgebieten. Wer sich englische oder dänische Dokumentationen aus Afghanistan angesehen hat, der kennt die oft unwirrsche Reaktion der Bewohner, welche die Taliban als zurückhaltende Friedensstifter darstellen, während die ISAF der große Tyrann ist - dem man dies auch ins Gesicht sagt.
Zwar jubelten tausende Iraker über Saddams Vertreibung aus dem Amt - doch gleichermaßen groß war der Hass auf die US Truppen, westliche Zivilisten und schließlich die eigene Regierung.
Und unsere Jungs mussten herhalten für einen Krieg, der nie Aussicht hatte, große Erfolge zu erzielen und dessen Ende zwangsläufig auch die kleinen Erfolge in Frage stellt. Mit Ausrüstung, die von Geiz, Korruption und der politischen Amateurhaftigkeit gepaart mit der Arroganz einer regelrechten Kaste von "Demokraten" auf einem Niveau gehalten wird, die ernste Zweifel an der geistigen Verfassung unserer Republik aufkommen lässt.

Viele Märtyrer der katholischen Kirche sind ehemalige römische Soldaten, historisch verbürgt oder frei erfunden, die den Kriegsdienst sowie die Unterwerfung unter den Kaiserkult verweigerten und dafür umgebracht wurden. Dies ist also wohl die höchste Konsequenz christlicher Haltung. Das so allerdings das Böse aufgehalten wird, Unschuldige nicht mehr leiden müssen und der christliche Gedanke Verbreitung finden kann fällt mir schwer zu glauben.
Ethik und Moral, Glaube und Christlichkeit begegnen der Realität des grausamen Krieges und einer brutalen Welt. Die Kirche und die Lehre der Vergangenheit war daher keine wehrlose, keine durchweg pazifistische. Die Anpassung an die Welt aber brachte ihr viel berechtigte Kritik und besudelte sie mit dem Blut Unschuldiger. Führte sie in Versuchung der sie viel zu oft erlag.

Wo aber ist der Pfad der Mitte und wer will ihn bestreiten? Muss die Realität uns erst in Deutschland einholen, bevor wir von blindem Idealismus oder besser Fatalismus abweichen? Und reicht dann die Gemeinschaft oder muss jeder selbst, am eigenen Leib, der eigenen Familie erfahren was passiert?
Helfen ohne Sinn und Verstand ist genauso schlimm wie Krieg führen ohne Menschlichkeit - und doch ist in beiden enthalten, was getan werden muss, wozu wir verpflichtet sind. Als Christ und als Mensch.

Samstag, 3. Oktober 2015

Waffen, Geist und Gesellschaft

Der folgende Beitrag enthält viele Verweise auf englischsprachige Seiten. Sollte jemand dadurch nicht alle Informationen lesen können, bitte einfach in den Kommentaren eine Nachricht hinterlassen.

Nun ist es mal wieder passiert. Jemand in den USA ist, so nennt man es, Amok gelaufen und hat mit mehreren Schusswaffen gerüstet an einem College in Oregon 10 Menschen ermordet, es bei vielen anderen versucht und dadurch über sieben weitere körperlich verletzt, drei davon schwer. Von den seelischen und psychischen Schäden die er dabei angerichtet hat, wird kaum berichtet, aber man kann sich vorstellen, wie es Überlebenden geht, die um ihr eigenes Leben fürchtend miterlebten, wie andere Menschen umgebracht wurden. Oder den Familien, die teilweise stundenlang um ihre Söhne, Brüder, Schwestern und Töchter bangten und in 17 Fällen schlimme Nachrichten erhielten, in Dutzenden nun ein verängstigtes und traumatisiertes Mitglied zu trösten versuchen.

Was folgt zeigt aber sehr genau, woher diese Verhaltensweise, dieses sich wiederholende Drama kommt. Die, der Leser verzeihe mir das morbide Bild, Leichen sind noch nicht abtransportiert, die Ermittlungen laufen gerade erst an, da verkündet Präsident Obama bereits, was seines Erachtens das Gebot der Stunde ist. "Thoughts and prayers are not enough." Diese Worte findet er nach einigen sehr allgemein gehaltenen Worten, die zusammengefasst sagen: "es ist schon wieder passiert, da hat jemand mit einer Schusswaffe gemordet und die Leben von Familien verändert. Ich habs doch gesagt, wir müssen Waffen verbieten". Sein Mitgefühl und seine Betroffenheit halten sich offensichtlich in Grenzen. Ihn beschäftigt vor allem, dass die Gesetze zur Verfügbarkeit der Schusswaffen nicht geändert wurden aber geändert werden sollten. Er hat zwar noch keine Informationen vorliegen, ob die verwendeten Waffen überhaupt legal erworben wurden - und das werden sie bei der absoluten Mehrheit der Morde und Massaker in den USA bisher nicht, aber das hindert ihn nicht daran den Glauben zu verbreiten, der Mörder hätte seine Tat nicht begehen können, wenn die Waffen verboten worden wären.
Obama dürfte sich des Widerspruches in seinen Aussagen bewusst sein, denn an seinem derzeitigen Wohnort, Washington DC, ist die Mordrate im Gegensatz zum Rest der USA derzeit hoch wie nie und beinhaltet ebenfalls Massaker und sogenannte Drive-by-Shootings, bei denen aus einem fahrenden Auto auf einen Menschen geschossen wird und in der Regel unschuldige Passanten oder Familienangehörige im Haus ebenfalls getroffen werden. Die Polizei von Washington ist sich dabei bewusst, dass die Tatwaffen illegal sind, denn Washington DC hat sehr strenge Waffengesetze und aufgrund der dort ansässigen Behörden eine geradezu unglaubliche Zahl an Polizei- bzw. Sicherheitsbeamten. Die Gesetze sind teilweise straffer als europäische. Darum gab es dieses Jahr auch eine Initiative gegen diese illegalen Waffen, die in der Hauptstadt der USA breit beworben und in allen Medien vertreten wurde - mit dem Erfolg, dass bisher etwa 1000 illegale Waffen eingesammelt wurden und die Mordrate weiterhin steigt. Um genau zu sein haben Statistiken längst dargelegt, dass ein Einsammeln von Waffen, legal wie illegal, absolut keinen Effekt hat. Zumindest nicht auf die Mordraten.
Quelle: www.gunfacts.info
Es ist eher im Gegenteil so, dass Einbrüche und Raub, so genannte Eigentumsdelikte, im gleichen Zeitraum sanken, in welchem Waffenbesitz stieg.


Auch die Ortswahl der Massaker, insbesondere des zuletzt von Obama als Beispiel für die schlimme Kultur des eigenen Volkes benutzten Amoklaufes in Charleston entspricht dieser Bewertung. Ein (schwarzer) Freund des Amokläufers, der aus Rassismus gehandelt haben soll, sagte aus, dass der junge Mann eigentlich an anderen Orten zuschlagen wollte, dort aber bewaffneten Widerstand fürchtete oder sah und darum an einen Ort mit garantiert ausbleibender bewaffneter Gegenwehr fuhr. Die Kirche in Charleston hingegen gehört zu so genannten "gun free zones".
Und auch damals hat Obama die Chance sofort genutzt, um auf der Trauer der Familien und dem Schicksal dieser Menschen seine Politik zu verkaufen. Allerdings hat er sich in seiner damaligen Ansprache immerhin bemüht, noch etwas auf die Menschen einzugehen, die Trauer und den Verlust mit einzubeziehen und das Motiv des Täter, Rassismus, als ein weiteres Problem darzustellen.
Bei dem darauffolgenden rassistischen Mord an zwei weißen Reportern live vor der Kamera durch einen schwulen, schwarzen Reporter, der dafür bekannt war in Wutausbrüchen alle und jeden des Rassismus zu beschuldigen, fiel seine Rede hingegen bereits so oberflächlich und auf die allgemeine Waffenkriminalität zielend aus, wie auch im jüngsten Fall. Hier war für ihn der durch den Mörder von zwei weißen Reportern (inklusive einem misslungenen Mordversuch an einer weiteren weißen Frau) erklärte "Rassenkrieg" nicht wichtig genug, um auch nur erwähnt zu werden.
So wenig wie im jüngsten Fall das scheinbar religiöse Motiv des Täters, welcher seine Opfer aufstehen und ihre Religion nennen ließ. Er hatte es nach Überlebendenangaben auf Christen abgesehen. Er forderte seine Opfer auf, sich hinzustellen und ihre Religion zu bekennen. Die Zeugen gaben an, er hätte dann zu den Christen gesagt: "gut, dann siehst du deinen Gott in einer Sekunde".
Nichtchristen wurde in die Beine geschossen, ebenso wie jenen, die sich zu antworten weigerten.
Darüber von Obama kein Wort.

Die Ursachen sind auch den deutschen wie den meisten US Medien kaum mehr Wert, als eine Randbemerkung. Immerhin steht ja die Ursache bei den Journalisten bereits fest. Die laschen Waffengesetze. Wen interessiert da, wie es um die Erkennung und Behandlung von Geisteskrankheiten in den USA steht, dass Rassismus existiert allerdings nicht als Einbahnstrasse und selbst Suicide in den USA oft durch einen aggressiven Akt begangen werden - damit die Polizei den eigenen Tod verursacht und man so nicht gegen sich selbst handeln muss.
Das wirkt. Die Mehrheit der Deutschen scheint überzeugt, dass strenge Waffengesetze verhindern, dass derartiges überhaupt oder zumindest so oft hierzulande passieren könnte. Columbine und Sandy Hooks werden immer wieder genannt und sind selbst in Deutschland Namen, die sofort Erinnerungen an mörderische Menschen mit Schusswaffen wach werden lassen. Und sie haben Kinder und Jugendliche als Ziele gewählt und ermordet.
Aber es sind nicht die Waffen, die solche Taten begründen, ermöglichen und ihr Verbot wird sie nicht verhindern.
Wer sich nicht nur auf deutsche und U.S. Medien verlässt, weiß etwa, dass in China (Schul)Massaker ebenfalls ziemlich häufig vorkommen - und zwar völlig ohne Schusswaffen.
Täter und Mordwerkzeug von Volkhofen
Eines der wenigen Schulmassaker in Deutschland ist heute zu Unrecht nahezu vergessen - obwohl 2014 der WDR extra eine Erinnerungssendung brachte. In diesem als "Amoklauf von Volkhofen" bezeichneten Vorfall von 1964 in einem Vorort von Köln hatte ein Frührentner mit einem aus Baumarktmaterialien selbstgebastelten Flammenwerfer und einer Lanze acht Kinder und zwei Lehrerinnen auf qualvolle Weise umgebracht und 20 weitere Kinder und zwei weitere Lehrerinnen schwer verbrannt. Viele der Opfer leiden bis heute unter den Verletzungen und Erinnerungen.
Ebenfalls vergessen ist ein Vorfall vom Königinnentag 2009, als ein Mann mit seinem Fahrzeug in die Menge raste, sich selbst und sieben weitere Menschen tötete und viele andere verletzte.
Noch näher ist der Amokfahrer von Graz vom 20.6.2015. Drei Tote und 36 Verletzte sind ihm zum Opfer geworden.
Wer könnte aber den Anschlag mittels Flugzeugen auf die Twin Towers in New York 2001 vergessen. Und wenn der Anschlag auf Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt im Januar 2015 nicht vor Augen führten, wie wenig Verbote verhindern, dass entschlossene Attentäter sogar an Kriegswaffen kommen, inklusive einer raketengetriebenen Panzerabwehrgranate (RPG), dann ist vollends klar, dass nicht Argumente, Fakten und Beispiele zählen, sondern eine vermeintlich logische Schlussfolgerung, die stetig wiederholt die Herzen ergriffen hat. Denn sogar die Wiederholung dieses Szenarios in Kopenhagen wenige Wochen später, der Anschlag auf das jüdische Museum in Brüssel wenige Monate vorher und der erst wenige Wochen zurückliegende Anschlag in einem Zug in Frankreich scheinen an der unerschütterlichen Meinung ein Verbot würde verhindern, dass jemand eine ganze Reihe von Menschen in einem Amoklauf ermordet nichts zu ändern.

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum es in den USA öfter vorkommt, als in Europa, Australien oder Japan. An der Verfügbarkeit von Mordmöglichkeiten liegt es aber nicht.